presse

Presse

In Sülz & Klettenberg 2009

Der Kunsthandel 11-2009

Kölner Stadt-Anzeiger 2009

Der Kunsthandel 10-2008

In Sülz & Klettenberg 2008

Kölner Stadt-Anzeiger 2006

Kölnische Rundschau 2003

markt+wirtschaft 1996

markt+wirtschaft 1994

express 1994

 

IN Sülz und Klettenberg, Stadtteilmagazin, No4-Winter 2009

30 Jahre Bilderrahmen vom Werkladen

insuelz-werkladen-jubilaeum Ein ereignisreicher Herbst liegt hinter dem Bild & Rahmen Werkladen GmbH. Anfang September wird Einrahmer Thor Zimmermann über seinen Wahlverein „Deine Freunde“ in den Rat der Stadt Köln gewählt. Ob er bereits seine Hände in Spiel hatte, als Ende September die Nachricht über den Ticker kam, dass das historische Stadtarchiv gemeinsam mit der Kunst- und Museumsbibliothek und dem Rheinischen Bildarchiv direkt gegenüber dem Werkladen seine neue Heimat findet, weiß Geschäftsführer Herbert Küppers nicht. Sicher ist, dass sich der Werkladen seit seiner Eröffnung am 13.Oktober 1979 zu einem der leistungsfähigsten Einrahmungs-Fachbetriebe und Bilderrahmen-Lieferanten Deutschlands entwickelt hat. In den 30 Jahren Tätigkeit rund um Bilderrahmen, Passepartouts und Bilderschienen sind Wissen und Erfahrung kontinuierlich weiterentwickelt worden. So liefern die fast 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Werkladens mit seinen drei Werkstätten heute Einrahmungsarbeiten auf höchstem Niveau ab. Davon profitieren Privat- und Wirtschaftskunden, Museen, Verwaltungen und internationale Galerien. Herzlichen Glückwunsch zum runden Jubiläum!

 

nach oben

 

Der Kunsthandel 11/2009

30 Jahre Bild & Rahmen Werkladen

Von Krise keine Spur

kunsthandel-jubilaeum-werkladen_336Eine beeindruckende Entwicklung hat der Kölner Bild & Rahmen Werkladen in den 30 Jahren seit seiner Gründung durchgemacht. Im eher kleinteiligen Einrahmungsgewerbe hat sich das Unternehmen durch Innovationskraft und strenge Qualitätskriterien zu einem wahren Branchenriesen entwickelt. Fast 30 Mitarbeiter können das Jubiläum gemeinsam mit den Geschäftsführern Heidrun Rollert und Christoph und Herbert Küppers feiern und ein Ende des Wachstums ist nicht in Sicht. "Von einer Rahmenkrise ist bei uns keine Spur", sagt Herbert Küppers (Bild). Die Gründe dafür sieht er in den universellen Fähigkeiten des Werkladens, egal, ob es sich um Bilderrahmengroßformate, Weiterverarbeitung von Dibond-Fotos für Museen, fachgerechtes einrahmen von Grafiken nach Konservatorischen Regeln, um Posterrahmungen für Wirtschaftskunden, Großmengenpassepartouts oder um individuelle Einrahmungsberatung in Sachen Verolderrahmen für Privatkunden handelt. Und natürlich darin, "dass wir in all diesen Gebieten top sind", wie Küppers nicht ohne Stolz hinzufügt.
www.werkladenrahmen.de

 

nach oben

 

Kölner Stadtanzeiger 10-2009

werkladen-jubilaeum_500

 

nach oben

 

Der Kunsthandel 10-2008

kunsthandel-1_477

Werkladen Bild & Rahmen in Köln

Investieren und nicht konsumieren

Während große Teile der Branche Umsatzeinbrüche vermelden und über die schwierige Konjunktur klagen, gibt es andere, die einen konsequenten Wachstumskurs fahren. Dazu zählt der Werkladen Bild & Rahmen in Köln. Mit Einsatz, Kreativität, Investitionsbereitschaft und strenger Qualitätskontrolle hat sich der Alternativbetrieb zu Deutschlands größtem Einrahmungsunternehmen entwickelt.

Beim Thema Qualität kennt Herbert Küppers kein Pardon. Wenn die gelieferte Ware seinen Vorstellungen nicht entspricht, geht sie postwendend zurück. Und wenn ein Lieferant bestimmte Standards nicht halten kann, dann wird die Zusammenarbeit beendet. „Wir verkaufen unseren Kunden keinen Mist", so der Gesellschafter und Geschäftsführer von Werkladen Bild & Rahmen, „und dafür nehmen wir es auch gerne in Kauf, bei den Zulieferern als penibel zu gelten."
Gemeinsam mit Heidrun Rollert und seinem Zwillingsbruder Christoph hat der studierte Historiker und Soziologe Herbert Küppers das Unternehmen in den 30 Jahren seiner Existenz ständig ausgebaut. Ende der 70er Jahre, als in den Großstädten die Fahrradläden, Buchläden und Bioläden ihre große Zeit hatten, wurde der Betrieb als alternative Ökonomie gegründet. Heute zählt der Werkladen 30 Mitarbeiter und erstreckt sich auf rund 900 Quadratmetern über fünf Gebäude am Kölner Eifelwall.
Rund 50 Prozent seines Umsatzes macht das Unternehmen mit Galerien, den Rest mit Museen, Behörden, Wirtschaft, Künstlern und Privatpersonen.
Das Besondere: Die Kundschaft ist international. Herbert Küppers: „Es gibt Galerien aus der Schweiz, England, Frankreich, aber auch aus den USA oder Japan, die bei uns einrahmen lassen, wenn sie in Deutschland geschäftlich aktiv werden." Auch namhafte Museen wie das Haus der Geschichte in Bonn oder in Leipzig lassen ihre Rahmungsgrundausstattung im Werkladen machen. Die Kunden werden im Normalfall durch Empfehlungen oder Gespräche mit Kollegen auf die Kölner aufmerksam. Küppers: „Wir sind dafür bekannt, dass wir kreative, gute Arbeit machen und dass wir nicht billig sind."
Kreativität und Innovativität sind für die sehr gute Entwicklung der Firma sicher mit verantwortlich. Die jährlichen Wachstumsraten liegen fast immer im zweistelligen Bereich. Auch die hohe Investitionsbereitschaft trägt ihren Teil dazu bei. Herbert Küppers dazu: „Ich brauche kein dickes Auto, aber ich brauche einen automatischen Passepartoutschneider." Das Ergebnis dieser ständigen Suche nach Neuem und des ständigen Strebens nach Verbesserung ist ein Betrieb, der trotz der komplizierten räumlichen Situation in mehreren verwinkelten Gebäuden und über verschiedene Etagen, über effektive Abläufe und eine ausgeklügelte Logistik verfügt. Die Produktion wird über eine zentrale EDV gesteuert. Die Produktionsbereiche sind fast wie bei einem Industrieunternehmen aufgeteilt: Färberei, Schreinerei, Wechselrahmenfertigung, Passepartoutabteilung, Lager, Zentralbüro.
Bei einem Einrahmer dieser Größe versteht es sich von selbst, dass alle namhaften deutschen Rahmen- und Leistenhersteller im Sortiment sind. Vorausgesetzt natürlich, sie erfüllen die strengen Kriterien für die gelieferte Ware. Herbert Küppers: „es gibt Hersteller, zu denen haben wir nach mehreren vergeblichen Versuchen einer Zusammenarbeit die Geschäftsbeziehungen abgebrochen. Entweder waren sie unzuverlässig oder die Produkte waren in Sachen Verarbeitung wesentlich schlechter als zum Beispiel die Muster. Die besten Erfahrungen haben wir bisher mit Spagl gemacht. Da stimmt von der Qualität bis zum Service alles."
Es genügt natürlich nicht, wenn nur die Inhaber diese hohen Ansprüche haben, sondern alle Mitarbeiter müssen dazu beitragen, dieses Niveau zu halten. Deshalb sind die Inhaber besonders kritisch, bevor eine Einrahmung die Geschäftsräume verlässt. Herbert Küppers: „Wir lassen nichts durchgehen und arbeiten ständig daran, noch besser zu werden."
Neben einem Prämiensystem für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen auch regelmäßige Personalgespräche zur Motivation bei. Quereinsteiger, die es im Werkladen neben Schreinern, Glasern, geprüften Bilderrahmnern und einem Ingenieur auch gibt, müssen aber einen gewissen Feinsinn für Bilder und Rahmen mitbringen. Herbert Küppers: „Ohne diesen Feinsinn geht in unserer Branche gar nichts."

kunsthandel-2_477

 

nach oben

 

IN Sülz und Klettenberg, Stadtteilmagazin, No3-Herbst 2008

Rahmen für jede Gelegenheit

insuelz_272Der Werkladen ist in die Handwerksrolle der Vergolder eingetragen. Sicheres Zeichen dafür, dass hier Fachleute für Premium-Bilderrahmen arbeiten. So besteht das fast 30 Mitarbeiter starke Team unter anderem aus Schreinern und Vergoldern und einem Ingenieur als Produktionsleiter, die in voll spezialisierten Abteilungen in verschiedenen Häusern entlang dem Eifelwall arbeiten. „Das gesamte Team der Bilderrahmen-Fachleute ist stolz darauf, Einrahmungen genau auf das jeweilige Rahmungsobjekt abstimmen zu können", erzählt Firmengründer Herbert Küppers.

Aber nicht nur Privatkunden, sondern auch die Kunststadt Köln mit beispielsweise Sankt Kolumba oder dem Wallraf-Richartz Museum lassen im 1979 eröffneten Werkladen rahmen. In diesem Kundenumfeld gilt es, hochwertigen Gemälden wie den „Seerosen" von Monet den richtigen Rahmen zu geben. „Wie Blumen zur Hochzeit gehören Bilder zu Rahmen", sagt Herbert Küppers in diesem Zusammenhang. Der Werkladen hält nämlich auch eine respektable Auswahl an Zeichnungen, Grafiken, Bildern und Skulpturen namhafter Künstler wie Jörg Immendorff, Elvira Bach oder A. R. Penck bereit. Bei Interesse kann eine persönliche „Betrachtungsstunde" mit den Kunstbetreuern vereinbart werden.

Nicht nur Neueinrahmungen von Objekten fallen in das Leistungsspektrum des Werkladens. Herbert Küppers steht auch in ständiger Kooperation mit Bilderrahmen-, Papier- und Gemälderestauratoren. Neben dem Laden mit seiner mannigfaltigen Auswahl an Rahmen kann man auch über den Internetshop www.rahmenwerk.de seine Aufträge ausführen lassen.

 

nach oben

 

Kölner Stadt-Anzeiger 8./9. April 2006

„Der erste Impuls ist häufig der Richtige"

___________________________________________________________________

Heidrun Rollert ist Mitinhaberin des Werkladens Rahmen & Bild Köln. Für Kunst hatte sie zwar schon immer ein Faible, zunächst wurde sie aber Diplompädagogin.

____________________________________________________________________

koelner_stadtanzeigerDas Geschäft macht schon einen Großteil meines Lebens aus, aber im Moment habe ich privat noch so eine Art Bauleitung. Ich ziehe mit meinem Lebensgefährten nach Ostern in eine neue Wohnung, die wird gerade umgebaut. Die Planung und Zusammenarbeit mit den Handwerkern, das macht mir richtig Spaß. Wahrscheinlich wäre Innenarchitektur gar nicht so schlecht gewesen, das wollte ich mal studieren und habe deshalb nach dem Abi ein halbes Jahr in einer Schreinerei gearbeitet. Aber dann kam es doch ganz anders. Ich hatte zwar schon immer ein Faible für Kunst, wurde aber erst mal Diplompädagogin und habe neun Jahre im Kölner Frauenhaus gearbeitet, dann aber gemerkt, dass ich das nicht ein Leben lang machen wollte. Da ich persönliche Kontakte zu den Leuten vom Werkladen hatte, bin ich 1984 mit eingestiegen.
Angefangen haben wir damals - noch beeinflusst von der 68er Zeit - als alternativer Gemischtwarenladen. Heute sind wir ein Unternehmen mit 25 Beschäftigten und arbeiten als Einrahmer für Privatleute, Galerien und die Museen der Region. Ich habe alle Stationen im Betrieb durchlaufen und berate jetzt die Kunden - wobei übrigens die Erfahrungen aus der Sozialarbeit durchaus nützlich sein können. Wenn ein Kunde mit einem Bild kommt, habe ich oft eine direkte Vorstellung vom passenden Rahmen. Natürlich biete ich immer Alternativen an, aber der erste Impuls ist häufig der Richtige. Es geht immer darum, den Geist eines Bildes - auch wenn das jetzt pathetisch klingt - zu erkennen und ihn bestmöglich zu unterstützen. Wichtig ist mir dabei, jedes Stück mit Achtung zu betrachten. Auch ein einfacher Kunstdruck kann für den Besitzer einen sehr hohen persönlichen Wert haben. Rein handwerklich achten wir darauf, dass unsere Rahmungen restauratorischen Anforderungen genügen. Das bedeutet zum Beispiel, dass wir säurefreie Papiere benutzen.
Wenn ich morgens in den Laden komme, gehe ich erst mal durch Büro und Werkstatt und wir besprechen den Tag: Was muss auf jeden Fall fertig werden, was hat noch Zeit? Danach stehen dann die Telefonate mit den Galerien an und die Beratung der Kunden. Für die Organisation der Abläufe bis hin zum abendlichen Tagesbericht haben wir ein eigenes Computerprogramm entwickelt. Besonders reizvoll sind für mich die kniffligen Aufträge. Manchmal kommen Künstler und suchen nach individuellen Lösungen für ihre Werke. Und gerade sind wir dabei, einen Rahmen für ein mittelalterliches Bild nachzubauen, das geht nur Hand in Hand mit Historikern und Restauratoren. Und dann ist da noch ein Gefühl, ja, von Ehrfurcht. Manche Arbeiten berühren mich einfach sehr stark. Zur Kunst-Sammlerin bin ich allerdings nicht geworden, für die „große Kunst" fehlt dann doch Zeit und Geld.
Durch meine Arbeit habe ich aber viele Kontakte zur Kunstszene und beobachte, wie der Kunststandort Köln an Attraktivität verliert. Noch beeinflusst das nicht unser Geschäft, aber wer weiß, was wird, wenn noch mehr Galerien aus der Stadt abwandern. Einige der rheinischen Sammler kaufen inzwischen lieber in London, weil sie in Köln nicht die richtige Atmosphäre finden. Die Kulturpolitik der Stadt Köln hat sich da verheerend ausgewirkt

nach oben


Kölnische Rundschau SAMSTAG, 12. APRIL 2003

Wo Kunst im passenden Rahmen bleibt

Der Kölner Werkladen hat internationales Renomméevon

ELFI PRIESTERATH

______________________

Eine Straße so trist wie graue Novembertage. Hier ist nichts los - abgesehen von den Autos, denen eine Ampel schnelles Weiterfahren verwehrt. An der Ecke dämmert eine
ehemalige Kneipe vernachlässigt vor sich hin, gegenüber wartet ein Gebrauchtwagenhändler auf Kunden - nein, der Eifelwall in Köln hat nichts Verlockendes, nicht mal morbiden Charme. Wer würde hier schon irgendetwas erwarten?
Wie man sich irren kann, wird erst auf den zweiten Blick klar. Eine blaue Markise gibt dem Auge Halt in all der Öde. Darüber der schlichte Schriftzug „Werkladen". Völlig unspektakulär die Optik, aber sonderbarerweise auch anziehend. Kleine Schaufenster, eine schmale Tür - und zwei Stufen tiefer beginnt die Faszination. Verschachtelte Räume, Ecken, Kanten, Vorsprünge, versetzte Ebenen - wie ein fehlerhaftes Puzzle, verteilt auf mehrere Häuser. Und an den Wänden Rahmen, nichts als Rahmen, in allen Formen, Farben und Materialien - mit und ohne Kunst. Der Werkladen entpuppt sich als eine der renommiertesten Adressen Deutschlands für Künstler, Galerien, Museen und Privatleute, die ihre Bilder, Fotos, oder Halbreliefs adäquat gerahmt präsentieren wollen. Das Gemeinschaftswerk der Zwillingsbrüder Christoph und Herbert Küppers (53) wird auch (fast) in brüderlicher Arbeitsteilung geführt. Herbert regelt das Betriebswirtschaftliche, Christoph, eine Viertelstunde jünger, ist für Verkauf und Kundenberatung zuständig.

rundschau_geschaeftsfuehrer

Bruderschaft mit Frauenpower

Weibliche Attribute in die Geschäftsführung bringt Heidrun Rollert, die mit sympathischer Kompetenz agiert und jeden Gedanken an eine Quotenfrau im Keim erstickt. Alle drei bilden eine sehr erfolgreiche Allianz, die auch international einen hervorragenden Ruf genießt.
An der Wiege gesungen war den Söhnen des Kieferchirurgen Gerhard Küppers ihr Handwerk nicht.
Christoph eloquent und kontaktfreudig, hatte 1982 sein zweites Staatsexamen als Lehrer für Sozialwissenschaft und Geschichte in der Tasche, als er dem Rotstift im Lehrbereich zum Opfer fiel. Nach etlichen Tätigkeiten, die alle nicht sein Ding waren, stieg er 1984 ins Geschäft seines Bruders ein.


Herbert, ruhig, ein bisschen distanziert und von Hause aus Historiker, hatte am heutigen Standort mit einem „Kramladen" angefangen, entdeckte aber bald seine Vorliebe für schöne Bildpräsentationen und spezialisierte sich aufs Rahmengeschäft. Als die Brüder dann 1984 ihre Talente vereinten, war der Erfolg nicht fern. Inzwischen beschäftigt der Werkladen 20 feste Mitarbeiter, die in Montage und Schreinerei, Passepartout-Abteilung und Färberei sowie beim Vergolden Handarbeit von höchster Qualität abliefern. Fertigkeiten, die auch viele Galeristen und Künstler in New York ebenso schätzen wie Aussteller auf der Photo Paris, der Art Cologne, laut Christoph „der Höhepunkt im Jahr", oder der Art Basel, eine der wichtigsten Kunstmessen weltweit.
Zudem gibt es zwischen Bonn und Düsseldorf kein Museum, für das die Küppers noch nicht tätig geworden sind.
Unübersehbar ist die Vielfalt der Leisten an den Wänden. Ein Angebot, das erschlägt, verunsichert - oder süchtig macht. Schlichtes aus edlen Hölzern, coole Aluleisten, Metall in allen Farben, üppige Gold- und Silbereinfassungen, schwarze Lackmodelle mit Goldeinblockungen - hier scheint alles versammelt, was je erfunden wurde, um Bildern Halt zu geben. Naheliegend, dass da Beratung wichtig ist - und Zeit braucht.

Hat man nämlich erst mal Passendes gefunden, geht's ans Glas. Und das ist eine Wissenschaft für sich (s. Kauf-Tipps). Floatglas, Reflo-Glas, UV-Schutz-Glas „opti white" oder interferenzoptisch entspiegeltes Glas - wem sagt das schon was? Das muss man sehen, um Vor- und Nachteile zu erkennen. Im Werkladen werden die Unterschiede mit Modellen verdeutlicht, was aber nicht heißt, dass nur zu teuren Varianten geraten wird.
„Im Vordergrund steht der individuelle Zweck" sagt Christoph Küppers. „Auch einfache Lösungen wie etwa qualitativ gute Wechselrahmen, die es in der Größe 30 mal 40 mit Glas und Rückwand schon ab 12,50 Euro gibt, können auf jeden Anspruch zugeschnitten werden." Dass das Werkladen-Trio Service, Modeströmungen, und alte Handwerkskunst wohl perfekt verbindet, beweisen nicht zuletzt Auszeichnungen wie erste Preise vom Bundesverband Bild & Rahmen, des Messepublikums auf der „Ambiente" Frankfurt und des Nielsen-Wettbewerbs, den eine US-Firma ausschreibt, die weltweit führend bei Galerie-Schienen und Alurahmen ist.

____________________________________________________________________


TRENDS

Kräftige Farben wie Blau, Gelb, Orange, Rottöne und Pastells in matter Ausführung.
Geschlämmtes Holz ist derzeit ein Renner.
Passepartouts der Grau- und Weiß-Skala, Creme- und Champagnertöne sowie Schwarz (oft im Fotobereich).
Hochwertige Rahmen wie handvergoldet, aus teuren Hölzern oder Kombinationen von Holz und Metall..
Wechselrahmen statt rahmenloser Halter, weil sie besser gegen Staub und Feuchtigkeit schützen und die Kanten nicht brechen.
Abstandsleisten zwischen Glas und Bild, denn das „Plattdrücken" des Objekts hat sich als unvorteilhaft erwiesen (außer bei Kunstdrucken). Wellen, die etwa bei Aquarellen durch das Nass-in-Nass-Arbeiten entstehen, dürfen zu sehen sein.
Ein Trick macht Einfaches zum Besonderen. Werden Kunstdrucke auf grobe Leinwand „gedrückt", wirken sie wie handgemalt. (pri)

HEUTE: AMBIENTE

Mehr sein als Schein: Versteckt in einer öden Straße in Köln liegt ein Rahmengeschäft, dem niemand ansieht, was wirklich dahinter steckt.


HANDWERK

Trotz vorgefertigter Leisten ist penible Handwerksarbeit erforderlich, um Bilder so einzufassen, dass sie auf Dauer keinen Schaden nehmen.


KAUF-TIPPS
Nicht Geld, sondern der individuelle Geschmack entscheidet.

Der Kauf eines Bilderrahmens ist immer eine individuelle Sache, die von den jeweiligen Gegebenheiten bestimmt wird. Einige Tipps haben sich aber bewährt:
Lieber einige Euro mehr anlegen, als unbefriedigende Kompromisse eingehen. Ein guter Rahmen erfreut, ein schlechter ärgert täglich.
Nicht jede Mode mitmachen und sich auch nichts aufreden lassen. Maßstab ist der eigene Geschmack und der Geldbeutel. Nicht nur teure Stücke sind ästhetisch schön.
Wer unsicher ist, erleichtert die Beratung, wenn er Fotos der Umgebung mitbringt, in die der Rahmen passen soll.
Bewusste Stilbrüche können optisch reizvolle Akzente setzen.
Nach dem Service erkundigen: Gibt es Hol- und Bring-Service, hängt man Ihr Bild auch auf, wenn Sie das selbst nicht wollen/können oder sind Vor-Ort-Beratungen möglich?
Handwerkliche Aspekte sind wichtig. Wie werden die Gehrungen verarbeitet (Gehrungsschnitt, Überplattung, Gehrungsfedern, Klammerung, Komplettgrundierung), gibt es Staubschutz usw.
Passepartouts sollten aus konservatorischen Gründen aus säurefreiem und alterungsbeständigem Material sein und dem Museumsstandard (auch bei Kunstdrucken) entsprechen. Bei Originalen auch auf säurefreie Pufferung zur Rückwand achten.
Zur Befestigung des Bildes sollen nur säurefreie Klebebänder verwandt werden, damit sich das Objekt ohne Schaden jederzeit wieder lösen lässt.
Glas hat große Bedeutung: Während normales Floatglas spiegelt und einen Grünstich hat, wird von geätztem oder satiniertem Reflo-Glas abgeraten, weil es Farben oder Konturen unscharf macht. „Opti-white" (nicht entspiegelt) ist fast weiß und verfremdet die Farben nicht. Der „Rolls-Royce" ist interferenzoptisch entspiegeltes Glas. Es wird in Optiker-Manier mit einer speziellen Schicht behandelt und für Originale empfohlen. UV-Schutz-Glas hat zwar einen leichten Rot- oder Grünstich, der aber bei sehr empfindlichen Objekten als zweitrangig beurteilt wird.
Gute Rahmer bieten auch Zubehör von der Bilderschiene für den leichteren Austausch der Rahmen an der Wand über die Diebstahlsicherung bis hin zur Beleuchtung. Sie können auch Tipps zu guten Restauratoren geben. (pri)

Stichworte: Bilderrahmen, Düsseldorf, Bonn

nach oben

markt+wirtschaft IHK Köln Nr.7/96

ihk_1996_500

Hohe Auszeichnung für den Werkladen Rahmen & Bild: Die Kölner gewannen auf der Ambiente sowohl den Preis des Messepublikums in Frankfurt wie auch den Preis der Fachjury.

Die ausgezeichnete Arbeit zeigen: Herbert Küppers, Ralf Krömer, Heidrun Rollert, Birgit Hildebrand und Christoph Küppers.

nach oben

markt+wirtschaft IHK Köln Nr.12 / Dezember 1994

ihk_1994

„Wir müssen wachsen", sagt Herbert Küppers und schaut etwas müde drein. Das Bekenntnis kommt beiläufig daher, als sei es die natürlichste Sache der Welt. Wachsen aber heißt: noch mehr Arbeit, und schon heute kommt Küppers selten mit 60 Stunden in der Woche hin. Warum also will einer expandieren, der vor fünfzehn Jahren antrat, um mit einer alternativen Geschäftsform alles anders zu machen?

"Die Idee war Müll", sagt Küppers lakonisch und meint: nicht marktgerecht. In dem 1979 entstandenen Laden verkaufte anfangs jeder der Inhaber seine Produkte. Einer brachte Keramik ein, einer Geschenkartikel, wieder eine Strickpullover; Hauptsache, die Dinge waren ökologisch einwandfrei, in der Dritten Welt produziert oder, sofern es sich um Pullover handelte, naturbelassen und kratzig. "Wir haben zehn Prozent auf Kommissionsware aufgeschlagen, kaum Gewinn gemacht, aber davon geträumt, bei schönem Wetter in den Park zu gehen." Herbert Küppers, der Soziologe, muss lachen, wenn er daran denkt, wie er anfangs mit einer Handsäge Gehrungen in die Rahmen schnitt. „Vom Metier hatten wir ja keine Ahnung, aber ich konnte Autos reparieren und wusste, wie man Hochbetten baut." Die Rahmen verkauften sich von Beginn an gut. Daher nahmen die Gründer bald Abschied vom Gemischtwarenladen und warfen bei der Gelegenheit auch gleich ein paar Sentimentalitäten über Bord „Die Idee mit dem Park ist auf der Strecke geblieben", bedauert Küppers "aber wir haben uns bewusst für Qualität entschieden. Und das hieß Arbeit ‑ und bei zunehmendem Erfolg natürlich auch Wachstum." Anfang der 80er Jahre erlebte Köln einen Galerienboom. Avantgardistische Galerien kamen auf, Künstler zogen in die Stadt und alle suchten Einrahmer, die nicht nur einen Zugang zur Kunst hatten, sondern auch bereit waren, neue Rahm- und Präsentationsformen auszuprobieren. Die Galerie Monika Sprüth kam als eine der ersten auf den Werkladen zu, später auch Michael Werner, Krings‑Ernst, Jule Kewenig und Inge Baecker. Künstler ließen ihre Arbeiten einfassen, darunter Walter Dahn und Rosemarie Trockel, irgendwann wurde sogar das Museum Ludwig Kunde.

"Am Anfang hatten wir schon Muffe", sagt Herbert Küppers. Den Quereinsteigern wurden Bilder anvertraut, die hunderttausend Mark und mehr kosteten. Jedes Bild nahmen die Jungunternehmer daher als neue Herausforderung an.

Die Auftraggeber schätzten nicht nur den lockeren Umgangston, sondern auch das handwerkliche Geschick der Mitarbeiter. "Wir sind pingelig", sagt Küppers "und nehmen uns Zeit." Vielleicht ist die Kombination von Detailversessenheit und familiärer Atmosphäre das Erfolgsgeheimnis, das aus dem alternativen Laden in wenigen Jahren einen anerkannten Fachbetrieb machte.

Das Unternehmen wuchs mit den rauhen, schlichten Rahmungen für die Arbeiten der "Neuen Wilden". Es war Vorreiter bei der Verwendung säurefreier Passepartoutkartons, Stahlrahmen und interferenzoptisch entspiegeltem Glas.


Neue Dienstleistungen geplant

Heute hat der "Werkladen Rahmen und Bild GmbH" zwei Verkaufsgeschäfte und demnächst auch zwei Schreinereien. Neben den Brüdern Herbert und Christoph Küppers führen Heidrun Rollert und Bernhard Behrendt die Geschäfte. Zwanzig. Mitarbeiter erwirtschaften rund zwei Millionen Mark Umsatz. Küppers ist in der Bundesrepublik kein Betrieb bekannt, dessen Angebotspalette eine vergleichbare Vielfalt hätte. Demnächst soll der Verkauf neuer Dienstleistungen hinzukommen, die Beratung der Kunden in ihren eigenen vier Wänden und irgendwo im Hinterkopf hat der Realo‑Unternehmer Herbert Küppers sogar die Idee einer Niederlassung in Berlin.

Bleibt da noch Raum für Ideale? Viele Träume seien am Zwang zur Wirtschaftlichkeit zerplatzt, räumt Küppers ein. Aber manches funktioniere: flexible Arbeitszeiten, hohe Eigenverantwortung der Mitarbeiter, Führung im Team. Nur was seine eigene Arbeitszeit angehe, habe sich ein Alptraum erfüllt. Es gebe Monate, da arbeite er ohne einen Tag Pause. Lebenswert sei aber auch das, setzt er hinzu, man könne sich auch in komplexen Produktionsabläufen verwirklichen, in der Betriebsführung und erst recht im Umgang mit Mitarbeitern.

Ein Großteil der im Werkladen Beschäftigten sind heute Frauen. Dafür hat Heidrun Rollert gesorgt, die jahrelang in einem Frauenhaus tätig war, bevor sie vor zehn Jahren zum Unternehmen stieß. Sie sorgte dafür, dass der ehemals reine Männerbetrieb Frauen auch in der Werkstatt, zum Beispiel in der Montage und in der Schreinerei einstellte. "Frauen", so ihr Urteil, "sind manchmal etwas genauer und haben entschieden mehr Zusammengehörigkeitsgefühl." Mit einem Seitenblick auf Herbert Küppers setzt sie hinzu, dass Frauen meist besser mit sich selbst umgehen könnten.

 

ihk_1994_gruppenbild


Eigene Ausstellungen organisiert

Auch Heidrun Rollert ist Diplom Pädagogin. Ihren Traum, Innenarchitektin zu werden, hat sie nicht realisiert. Aber über ihr Faible für Kultur ist sie ihrem Traum recht nahe gekommen. Seit Jahren organisiert der Werkladen auch eigene Ausstellungen. Der Galeriebetrieb ist eine Passion der Inhaber, eine Liebhaberei, die nebenher mitläuft. Aufmerksam wurde die Öffentlichkeit, als kürzlich eine Strawalde-Ausstellung gezeigt wurde. Es war die erste große Präsentation des Lehrers von A. R. Penck in Köln.

Sehr viel mehr Besucher haben jedoch eine andere Ausstellung gesehen, die bislang den Höhepunkt in der Geschichte des Werkladens bedeutet. Küppers & Co haben die Einrahmungsarbeiten im Bonner "Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland" ausgeführt. Über tausend Rahmungsobjekte der Dauer‑ und Wechselausstellung fertigten sie im Sommer dieses Jahres an ‑ davon fast 200 in den letzten Tagen und Nächten vor der Eröffnung. "Helden der Arbeit" habe man sie genannt, lächelt Herbert Küppers. Mit Stolz erzählt er von den zahlreichen Einzelanfertigungen, deren Rahmen den runden Ausstellungswänden angepasst werden mussten.

Der Werkladen begreift sich als Dienstleistungsunternehmen, bei dem die Wünsche der Kunden im Mittelpunkt stehen. "Wir beraten und empfehlen", sagt Heidrun Rollert, "aber wir drängen unseren Geschmack nicht auf." Deswegen habe man auch kein Problem, wenn jemand einen "röhrenden Hirsch" brächte. "Auch das wäre eine Herausforderung."

Christian Knull

Stichworte: Bilderrahmen, Bonn

nach oben

Express 1994

express2

nach oben

 
 
 
 
Bilderrahmen-Shop
Video